Hashimoto – Welche Nahrungsmittel?

Schritt 1: Glutenhaltige Nahrungsmittel meiden:

Der erste Schritt für mich war eine glutenfreie Küche und ich sehe dies als eine Grundvoraussetzung, um die immer wieder aufflammenden, oft unbemerkten Entzündungsprozesse im Körper einzudämmen (übrigens nicht nur bei einer Hashimoto-Thyreoiditis, sondern mitursächlich bei allen Autoimmunkrankheiten und Zivilisationskrankheiten unseres industriell geprägten Lebensstils). Ich hatte mehrere Tage lang Entzugssymptome mit Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Übellaunigkeit. Danach fühlte ich mich freier, mein Kopf war viel klarer, die Konzentrationsstörungen und viele andere Symptome verschwanden, mein Hautbild hat sich verbessert.

Glutenhaltige Getreidearten, die du auf jeden Fall meiden solltest:

  • Weizen
  • Roggen
  • Gerste
  • Grünkern
  • Dinkel
  • Einkorn
  • Urkorn
  • Emmer
  • Kamut
  • Triticale
  • Sago
  • handelsüblicher Hafer (der häufig nicht vollständig glutenfrei ist, durch Mischanbau und Weiterverarbeitung)

Damit fallen natürlich Brot und Brötchen, Graupen, Bulgur, Grieß, Kleie, Couscous, Cornflakes, Nudeln, Pizza etc. auch vom Tisch. Was aber gar nicht so schlimm ist, denn erstens sind das sehr komplexe Kohlenhydrate und zweitens essen wir davon eh meist viel zu viel. Und es gibt gute Alternativen!

Gluten verbirgt sich übrigens auch in Wurstwaren, Sojasoße, Würze, Surimi, Backwaren, geriebenen Käse, Gnocchi, Kroketten, Fertig-Kartoffelpüree, Röstis, Reibekuchen, Knabbersachen, Süßigkeiten, Fertigprodukten jeglicher Art.

Vor 2015 habe ich gewöhnlich – wie alle anderen auch – häufiger in die Fertigproduktregale für die schnelle Küche gegriffen. Heute meide ich abgepackte Brote und überhaupt jegliche Arten von Fertigprodukten – nicht nur wegen des Glutengehaltes sondern auch noch aus anderen Gründen.

Auch die glutenfrei angebotenen Fertigprodukte bleiben bei mir in den Supermarktregalen.

Ausnahmen gibt es nur, wenn ich Besuch erwarte und nicht genügend Zeit habe, etwas vorzubereiten.

Glutenfreie Alternativen sind:

  • Amaranth
  • Buchweizen(mehl)
  • Hafer/Haferflocken (mit Kennzeichnung „glutenfrei“)
  • Hanf(mehl)
  • Hirse / Teff(mehl)
  • Hülsenfrüchte(mehl) (z. B. Kichererbsen, Linsen etc.)
  • Kartoffel(mehl)
  • Kastanien(mehl)
  • Kochbananen(mehl)
  • Kokos(mehl)
  • Maniokmehl
  • Nuss(mehl) (z. B. Mandeln)
  • Quinoa
  • Reis(mehl)
  • Sonnenblumenkern(mehl)
  • Tapioka
  • Traubenkernmehl
  • Auch Leinsamen, Sesam etc. kann man selbst mahlen und daraus Mehl machen
    (bei Körnern reicht eine einfache Kaffeemühle)

Mit diesen Zutaten kann man superleckere Brote selber backen!

Auch wenn ich zugeben muss, dass ich einige Anläufe gebraucht habe, bis ich mein selbstgebackenes Brot Besuchern anbieten konnte, von flach, betonhart bis klitschig war alles dabei. In meiner glutenfreien Anfangszeit habe ich noch mehr Brot gegessen, meine Ernährung aber nach und nach weiter umgestellt und neu ausgerichtet, mittlerweile vermisse ich weder Brot noch Brötchen – und fühle mich viel besser so. Aber wenn Besuch kommt, biete ich selbstverständlich gerne etwas an.

Es bieten sich für den Anfang auch glutenfreie Mehlmischungen zum Backen an (die gibt es mittlerweile in jedem Supermarkt und Drogeriemarkt).

Die Gewohnheit und das Verlangen nach Brot, Bötchen und anderen glutenhaltigen Lebensmitteln wird eine Weile andauern. Deswegen empfehle ich, Schritt für Schritt seine Gewohnheiten zu ändern und nicht alles auf einmal über’s Knie zu brechen, sonst ist man schnell überfordert – und das löst wiederum Stress aus, den wir nicht gebrauchen können. Fangen wir diesen Monat mit dem Auszug von Gluten aus der Küche an, im nächsten Monat nehmen wir uns dann den nächsten Schritt vor.
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